Ebenen

Das Kernelement bei cc·tv ist die Verwendung eines veralteten Monitorsystems, wie man es im Theater hinter der Bühne noch verwendet. Es erleichtert den Darstellern, dem Inspizienten, dem Requisiteur und anderen Beteiligten ihre Einsätze zu erkennen. Ein solches Videosystem habe ich für dieses Projekt angekauft.

In den Kurzfilmen bei cc·tv verschwimmen die Bildebenen miteinander. Die Handlung passiert nicht nur im Monitor, sondern auch dahinter, daneben, auf dem Monitorglas sowie hinter der Kamera, die alles filmt. Schlussendlich ist auch die fertige Episode beim Betrachten ein Bild im Bild.

 

  Filmqualität

Die Besonderheit des verwendeten Videosystems leigt in seiner geringen Bildgüte, die durch die billig hergestellten CCD-Chips in der Kamera zustandekommt und durch alte BNC-Videokabel und das schwarz-weiß Bild des Monitors noch verstärkt wird. Ein starkes Bildrauschen liegt meist an dem Zustand der Kabel und des CCD-Chips, der allerdings noch in dunklen Szenerien ein erkennbares Bild liefern kann (zum Beispiel in einem Orchestergraben).

 

  CCTV und öffentliche Überwachung

Eine weitere Anwendung finden solche Kamerasysteme bekanntlich bei der Überwachung des öffentlichen Raums. Das Projekt cc·tv behandelt aber ausschließlich den medien-ästhetischen Aspekt solcher Videosysteme, ohne dabei die öffentliche Diskussion über Privatsphäre und Überwachung weiterführen zu wollen.

 

paul eckschlager, 2013

 

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